Archive for the ‘Hochschulen’ Category

Ideen-Café für die Hochschule für Musik in Weimar

Samstag, Oktober 15th, 2011

Zurück aus Weimar, wo ich für die Hochschule für Musik Franz Liszt eine Großgruppenveranstaltung moderieren durfte. Auf Wunsch des (neuen) Präsidenten Prof. Stölzl haben wir das Format des “World Café” gewählt und mithilfe von neun Studenten, die als Gastgeber (und Co-Moderatoren) an jeweils einem Tisch tätig waren, entstand ein ausgezeichneter und sehr lebendiger Ideenaustausch zur Zukunft der Hochschule, an dem Lehrende, Mitarbeiter der Verwaltung und Studenten beteiligt waren.
An meiner eigenen Hochschule hatte ich im Mai eine ähnliche Veranstaltung (unter der Moderation von Matthias zur Bonsen und Jutta Herzog) als Teilnehmer miterleben dürfen. Wenn es um die Beteiligung möglichst vieler (Berufs-)Gruppen und die Schaffung “gedeihlicher Bedingungen” für Dialog und konstruktive Auseinandersetzungen geht, haben sich diese Formate in den vergangenen Jahren sehr bewährt.

Open Space in der Hochschule Osnabrück

Samstag, Juni 4th, 2011

Open Space in der Hochschule Osnabrück Teilnehmer stellen Ihre Themen vor (Foto: BB)

Am 26. und 27. Mai fand erstmals eine Open Space Veranstaltung  der Hochschule Osnabrück (vormals Fachhochschule) statt, an der etwa 170 Angehörige aller Berufsgruppen teilnahmen. Ziel war es, gemeinsam über die zukünftige Ausrichtung, aber auch über aktuell drängende Aufgaben zu sprechen. Unter der bewährten Leitung von Dr. Matthias zur Bonsen und Jutta Herzog (www.all-in-one-spirit.de/) wurde in zahlreichen Gruppen an beiden Tagen intensiv gearbeitet.

Professor - wieder

Montag, Januar 3rd, 2011

Logo HS OS

Nachdem ich bereits von 2004 bis 2007 als Nebenberuflicher Professor an der Hochschule Osnabrück (vormals Fachhochschule) in den Feldern Kommunikation und Organisationsentwicklung tätig sein konnte, freue ich mich, dass der Präsident der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Bertram, mich am 11. Dezember 2010 zum Honorarprofessor für eben diese Felder ernannt hat (vgl. die Pressemitteilung der Hochschule hier).

Selbstführung ist erlernbar - Vortrag vor Promovierenden

Dienstag, November 23rd, 2010

Im gleichnamigen Vortrag an der Universität Osnabrück habe ich am 18.11. über meine bisherigen Projektergebnisse zum Thema Selbstführung berichtet. Für das Zentrum für Promovierende (ZePrOS) erfolgte ein kompakter Abriss meines Modells der Sieben Felder der Selbstführung, ergänzt um Beispiele aus Begegnungen mit erfolgreichen Unternehmern die belegten, dass die zentralen Fähigkeiten zur Führung der eigenen Person sehr wohl erlernbar sind.

 shifting contextAbbildung unter Verwendung eines NASA-Fotos (Apollo 8 )

Schwerpunktmäßig wurden folgende Aspekte behandelt:
- Innere Einstellung und persönlicher Denkrahmen (oder mindset)
- systematische Selbstanalyse
- Rollen- und Aufgabenklärung
- Rituale und Rhythmen
- shifting context / shifting perspective
- gedeihliche Bedingungen schaffen

Während das Buch „Die Kunst der Selbstführung. Erkenntnisse aus Interviews mit Führungskräften und führenden Kräften“ nun seit Mitte 2009 im Handel ist, schreiten die Arbeiten am Folgebuch, das sich mit ungewöhnlichen Entrepreneuren und ihrer Selbstführung beschäftigt, (siehe Blogbeitrag hier) weiter voran.

Jüngste Interviews:

- mit dem Gestalter Mike Meiré (siehe auch hier)
- mit dem Verleger Wolfgang Hölker (Coppenrath Verlag; siehe auch hier)
- mit dem Baby One-Franchisegeber Wilhelm Weischer
- mit dem „Herrn der Prototypen“ Thomas König  (siehe auch hier)

 

Entrepreneurship: e forum 2008 am 31.10.

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Wie kommt das Neue in die Welt? Es braucht die Innovatoren, die Unternehmer. Am Freitag, den 31. Oktober, findet an der Fachhochschule Osnabrück das dritte „e forum“ statt, das sich mit ausgesuchten Fallbeispielen der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung von Innovationen widmet. Mehr dazu hier.
e forum 2008 Logo

Balanced Scorecard? Zielkompass!

Donnerstag, November 29th, 2007

Aus Anlass eines konkreten Kundenprojekts konnte ich mich wieder einmal mit dem Konzept der Balanced Scorecard auseinander setzen. Es ist hier nicht der Platz, eine kritische Würdigung des Instruments vorzulegen, aber ich verweise auf einen Vortrag, den ich im Rahmen des 2. Kolloquiums zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement 2005 an der Fachhochschule Osnabrück gehalten habe (download als pdf hier: BSC als Kommunikationsprozess).
Wenn das Instrument im Rahmen eines Kommunikationsprozesses benutzt wird, so kann es Früchte bringen. Wenn es den Erbsenzählern überlassen bleibt, bringt es Gefahren mit sich. Mein Plädoyer: als eine Art vereinfachendes, pragmatisches Zielkompass-System nutzen.

Schlüsselqualifikationen… werden immer noch nicht vermittelt

Mittwoch, April 25th, 2007

Ein aktueller Artikel in FORTUNE - The trouble with MBAs - zeigt auf, dass selbst angesehene Hochschulen in den USA noch immer nicht diejenigen Qualifikationen vermitteln, die in der Arbeitswelt benötigt werden:
Every year since 2002, the Graduate Management Admissions Council… has surveyed recruiters. And every year so far, the survey has revealed that several skills employers value most - like the ability to write and speak clearly and persuasively - are also skills that new MBAs lack.
Das gibt zu denken, gelten doch die “B-Schools”, also die Business Schools (wie MIT’s Sloan School of Management), hierzulande immer als Exempel, denen unbedingt nachzueifern sei. Bereits Henry Mintzberg hatte drastisch mit dem MBA-Mythos aufgeräumt (sein Buch aus 2004, Managers Not MBAs, sei hier unbedingt empfohlen).
Ich nutze den Anlass, um wieder einmal auf die Notwendigkeit der soft skills hinzuweisen. Wir setzen an der Fachhochschule Osnabrück im MBA-Studiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement ganz bewusst auf die Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen (hier zum download mein Modell Das Führungskleeblatt, welches die Schlüsselkompetenzen aufzeigt).

Ich verabschiede mich als Nebenberuflicher Professor – und bleibe als Lehrbeauftragter erhalten

Montag, Februar 26th, 2007

Nach über drei Jahren endet mein Vertrag als Nebenberuflicher Professor an der FHOS zum Ende Februar. Ich habe seit dem Januar 2004 Einblicke in die Organisation einer Hochschule nehmen können; in der Rückschau sind vor allem Projekte mit Kollegen (z.B. Symposium zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement mit F. Ziegele) besonders erbaulich gewesen. Insgesamt war es gut, eine weiterhin wachsende Hochschule von innen zu unterstützen.
Dass ich Probleme mit bürokratischen Verfahren innerhalb der Hochschule haben würde und dass ich den Abbau des “Mittelbaus” und die Rückdelegation von Unterstützungsarbeiten auf die Lehrenden kritisch sehen würde, war abzusehen, in dem dann erfahrenen Umfang allerdings hier und da doch überraschend. Angesichts stetig steigender Qualitätsanforderungen an die Lehre (und Forschung) ist diese Entwicklung kontraproduktiv (vgl. auch meinen Vortrag zum Projekt Q).
Bereits zur “Halbzeit” hatte ich entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern, da insbesondere die zeitliche Belastung größer war, als ich angenommen hatte - meine Hauptarbeit als Coach und Organisationsberater wurde beeinträchtigt. So hatte die Hochschule gut eineinhalb Jahre Zeit, einen Nachfolger für mich zu finden.

Foto Institut FHOS

Foto: FH Osnabrück, Gebäude des ehem. Instituts für öffentl. Management


Resumée:
Es ist gut, die Organisation (die Fachhochschule Osnabrück) aus der Innensicht erlebt zu haben. Meine Haupterkenntnis ist, dass ich mit meinen Fähigkeiten die größte Wirkung erziele, wenn ich un-abhängig bin, als freier Coach und Berater.
Für mein Portfolio bleibt die Lehre - neben Coaching, Organisationsberatung und Moderation - ein kleiner, aber wichtiger Bestandteil. Deswegen werde ich in begrenztem Umfang auch weiter Lehraufträge durchführen. Wer lehrt, kann auch besser lernen…

Neue Wege der Kommunikation verändern die Hochschulen… und das (gemeinsame) Lernen

Dienstag, Dezember 12th, 2006

In einem Blog-Beitrag über educational social software fand ich den Verweis auf Harold Jarche. Dieser schreibt, dass das gesamte Erziehungssystem in einem fundamentalen Wandel ist: The people formerly known as students are those who were on the receiving end of an oligopolist educational system that ran one way, in a broadcasting pattern, with high entry fees and few options, and accredited institutions competing to speak their truths while the rest of the population learned in isolation from one another— and who today are not in a situation like that at all.
Durch die Nutzung neuer Software und das Einüben neuer Wege und Plattformen sozialer Kommunikation verändert sich das klassische Lehrer/Schüler-Verhältnis - sogenannte personal learning environments entstehen. Schüler und Studenten üben den Umgang mit den neuen Wegen und erwerben die Kompetenzen für das Lernen und den Austausch im Berufsleben. Diese Entwicklung vollzieht sich seit wenigen Jahren und in einem derart hohen Tempo, dass diejenigen Führungskräfte und Mitarbeiter, auf die diese jungen neuen Berufseinsteiger treffen, schnell Nachhochbedarf hinsichtlich ihrer soft skills haben dürften…

Hochschulen, auf der Suche nach gedeihlichen Bedingungen

Mittwoch, November 22nd, 2006

Bereits Anfang November war ich Teilnehmer an der Tagung des Projekts Q der Hochschulrektorenkonferenz in Bonn, bei dem es um “Qualitätsorientierte Hochschulsteuerung und externe Standards” ging. Im Forum Management von Entwicklung und Veränderung – eine Chance für qualitätsorientierte Hochschulsteuerung? habe ich einen Impulsvortrag gehalten, der eine sehr persönlich gefärbte Reflexion darstellte. Mein Thema: Wie schaffen wir gedeihliche Bedingungen in Hochschulen?
Als wesentliche Kernprobleme habe ich benannt:
1. Hochschulen lernen (zu) langsam
2. Hochschulen tun nicht das, was sie lehren
3. In Hochschulen herrscht eine KULTUR DER FOLGENLOSIGKEIT
4. Hochschulen vergessen ihre zukünftigen Kunden
Der vollständige (und überarbeitete) Vortragstext wird im kommenden Jahr in der Dokumentation erscheinen. Hier ist schon das Typoskript.